Das erste Gesicht


Ein Projekt zur Rettung des Hebammenberufes

Im Dezember 2013 überkam mich das Gefühl mit meinem Beruf als Fotograf etwas tun zu müssen, was dafür sorgt einen positiven Beitrag in die Gesellschaft zu tragen. Das akute Versicherungsproblem, welches bei uns in Deutschland gerade massiv den Beruf der freien Hebamme bedroht, wächst sich noch immer zu einem Desaster sondergleichen aus und wird, in nicht allzu ferner Zukunft, dafür sorgen, dass die freie Wahl des Geburtsortes den werdenden Familien in unserem „freien“ Land untersagt wird. Die ganzen Negativschlagzeilen um dieses Fiasko war ich leid, darum habe ich angefangen den Spieß einfach einmal umzukehren und etwas Positives daraus zu machen. Mit meinem Fotoprojekt „Das erste Gesicht auf Erden“, habe ich begonnen den Frauen hinter diesem Beruf ein Gesicht zu geben. Ich konnte zu Beginn des Projektes nicht ahnen, welche Lawine ich lostreten würde. 2014 hat es mich in den ersten Monaten durch ganz Deutschland getrieben, rund 200 Gesichter zu fotografieren. Das Großartige an diesen Touren war, dass ich von überall her Einladungen bekam zu Fotografieren und so auf eine ganz tiefsinnige Art die Gelegenheit hatte, die Frauen hinter diesem Beruf kennenzulernen.

Innerhalb kürzester Zeit hatte dieprojektzugehörige Facebookseite gut 20.000 „Fans“, ein offizielle Projektseite stand, diverse Fernsehsender und Zeitungen kamen auf mich zu und Weleda hatte sich als Sponsor gefunden, deutschlandweit eine Plakatkampagne mit rund 6000 Großflächenplakaten zu finanzieren.

Leider ist die Problematik noch immer nicht vom Tisch und der Beruf nach wie vor stark bedroht.